Three thoughts on free trade

The Wachau is a roughly 40km long and narrow part of the Danube valley in Austria. It produces and sells essentially only three things: beauty, wine, and apricots. With “producing and selling beauty” I mean that it tries to and manages to attract tourists. Its wine-growing and trading goes back a long way.

Except for perhaps in pre-historic times, it seems that the Wachau was never autarkic, meaning there was always trade (and probably also migration) between the Wachau and the world around it.

Now suppose, counter-factually, that the Wachau were and had always been completely cut-off from the world. What would the Wachau be like?

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In praise of internet ads

On my recent trip to the United States my flight got canceled. The airline didn’t give any reason for the cancelation, offered no compensation for the resulting delay. Plus, my baggage was lost on the way, probably due to the fact that I was rebooked on a different flight involving two other airlines.

A week after the incident I noticed that a particular ad appeared again and again on my Facebook feed. It simply said “Flight delayed or canceled? Find out if you are entitled to compensation. We can help you start your claim for free.” So I clicked on it, even though I’m usually very skeptical of internet ads. The site behind the link looked reputable to me. I quickly googled “AirHelp fraud” or some similar phrase to see if there are any warnings or complaints about the company, but couldn’t find any.

So I decided to trust the site, filled out a simple online form asking me some details about my flight and uploaded a copy of my ticket. Within a week, I received a message that the airline had agreed to pay me 163 dollars in compensation. AirHelp charged 40 dollars in service fees. The whole thing cost me no more than 30 minutes of my time.

Two things I took away from this story: 1) Annoying as internet ads may be, they sometimes are really useful. Had I not seen the ad, I probably wouldn’t have bothered to contact the airline at all, and if I did, I would have spent hours on the phone talking to some customer service agent in India or, worse, some lawyer. Take this as an example that advertisement can create value for consumers. 2) The internet really does change the service industry profoundly. It’s evident that companies like AirHelp increase competition for service providers, especially highly regulated ones such as lawyering. We (or I, at least) used to think such services require a lot of local, personal interaction which the internet can never substitute for. It turns out more and more that this is wrong, which is probably bad news for lawyers and other service providers. More competition is always harmful for suppliers, hence the fierce resistance against Uber and Airbnb.

PS: I did spend hours on the phone talking to some customer service agent in India about my bag – but that’s a different story.

Ein Hauch von Ökonomik: Tote Hose

Es geht nicht darum, dass wir Konformisten besonders stil- oder modebewusst sind. Wir wissen einfach nur, was sich gehört. Und ganz sicher nicht gehört es sich, mit einer Jogginghose in der Öffentlichkeit rum zu laufen oder sie gar in der Arbeit anzuziehen. Zuhause kann jeder machen was er will. Und für den Sport ist es ja auch ok. Aber wieso anderswo?

Zum einen, weil es ein freies Land ist – angeblich. Zum anderen, weil es bequem ist. Zwei gute Gründe, uns ein wenig mehr in Toleranz zu üben. Tatsächlich könnte uns die Bequemlichkeit der Jogginghose ein wenig entspannter machen und vielleicht sogar produktiver – insbesondere verglichen mit Anzug, Bluse, Hemd und Krawatte. Aber um Tatsachen und Sachlichkeit geht es uns hier gar nicht.

Unsere Abneigung, die Verurteilung und der Scham ergeben sich nicht aus Überlegungen der Effizienz oder des körperlichen Wohlbefindens. Tatsächlich ist es wohl eine verinnerlichte soziale Norm – eine Regel, welcher die Metamorphose zur subjektiven Präferenz gelang. Seinen Präferenzen zu folgen, ist dann durchaus rational und durchaus Kern mikroökonomischer Lehre. Soweit scheint unsere Intoleranz kurzfristig dann doch wieder sachliche Legitimität zu besitzen.

Mittelfristig ließe sich eine erlernte Präferenz wohl auch wieder verlernen. Es war nicht unbedingt der Konservatismus, der unserer Gesellschaft den Fortschritt brachte. Konservativ wirkt es aber, wenn eine Präferenz auf einer anerzogenen und unhinterfragten Gewohnheit fußt, deren vorrangiger Zweck wohl ist, einen gewissen in Redewendungen gepackten Schein zu wahren. Kleider machen Leute. Leute sollen was aus sich machen. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Die von einer Jogginghose ausgestrahlte Bequemlichkeit passt da nur schwer ins Bild.

Natürlich wissen wir, dass bequeme Kleidung in einem Großteil der Berufe kaum negativen Einfluss auf unsere Performance hätte. Doch es ist eine Spielregel in einem Spiel, in dem es oft weniger um die tatsächliche Leistung geht, als um die Verpackung derselben. Unsere Verpackung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Und weil auch wir weiterhin eine angemessene Rolle spielen wollen, sind wir Konformisten uns auch weiterhin zu bequem, uns für mehr Bequemlichkeit einzusetzen.

Achtung Satire: Mikroökonomik, Fakt und Finis

Im Zuge der Kritik eines Kritikers haben Ökonomen endlich Klartext gesprochen. Denn ja, muss sich unsere Disziplin zwar eingestehen, in der Analyse und Prognose makroökonomischer Entwicklungen ab und an im Dunkeln zu tappen, wissen wir über mikroökonomische Zusammenhänge sehr genau bescheid.

So haben Ökonomen der alten Schule längst erkannt, dass die Bevölkerung so Pi mal Daumen ohnehin nur aus materialistischen Super-Brains besteht. Alle wissen ganz genau, was sie wollen, wie sie es bekommen und auf Punkt und Komma die dafür notwendige Mittelverwendung feststellen. Ganz genau so, wie alle Personen stets exakt berechnen, wie viele Stunden sie für welches Gehalt arbeiten wollen. Dann gehen sie zu ihren Chefs und das setzen das durch, solange der Lohnsatz am Ende halt nur der Grenzproduktivität entspricht. Und da die ja wohl jeder von sich und jeder potenziellen Arbeitskraft kennt, ist das nächste Gleichgewicht nicht weit – effizient und glücklich. Hier wäre man versucht, eine Erklärung nachzuliefern. Aber was will man einer Bevölkerung aus Super-Brains noch erklären, deshalb können Ökonomen auch guten Gewissens darauf verzichten.

An dieser Stelle stellt sich natürlich auch die Frage, weshalb überhaupt Artikel wie dieser geschrieben werden, denn wenn ohnehin so gut wie alle so gut wie alles wissen. Deshalb halt: natürlich ist die Sache nicht ganz so einfach und wir Ökonomen der mittelalten Schule verbitten uns diese sarkastischen Untergriffe. Wir wissen schon, dass die Welt ein klein wenig komplexer ist und unsere Modelle jetzt nicht haarscharf die Realität abbilden. Aber sie sind eben gut genug und sollte sich jemand tatsächlich ganz anders verhalten, als unsere mikroökonomischen Modelle es beschreiben, dann ist das sein Fehler. In diesem Sinne darf mit der einzig wesentlichen Frage geschlossen werden: lebst Du noch oder rechnest Du schon?

 

Referenz: https://www.forbes.com/sites/timworstall/2012/09/10/debunking-steve-keens-debunking-economics/#3cbda00f7a68