What is economics? A survey

When people ask me what I do, I tell them that I am economist and that my research is about the eurozone crisis, which is enough to satisfy most but not all my conversation partners. Many people want to know exactly what economics is and why it is important. This happens frequently enough that I have prepared a standard response and saved it in my head. But I often wonder how other people respond to the same question.

Therefore I decided to set up a small survey consisting of only 3 questions:

  1. What is economics?
  2. What is economics good for?
  3. What is the most important insight economics has to offer?

You can answer these questions in short or long form, anonymously or with your name. I’d like to get as many different perspectives as possible, so I would encourage you to share this post and/or the survey link below on your social media pages. Warning: I may quote your response in a future post and I may steal it if it’s better than mine.

https://freeonlinesurveys.com/s/XtU7oo9d

Looking forward to reading your answers!

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Österreichs Klimastrategie ist viel zu konkret

Ökonomen kannten die Lösung für das Problem des Klimawandels als es ihn noch gar nicht gab. Im Jahr 1920 veröffentlichte Arthur Pigou sein Buch “The Economics of Welfare“, worin er erklärt wie man mit negativen Externalitäten umgeht: Man besteuert diejenigen, die die negative Externalität verursacht – und zwar möglichst so, dass durch die Steuer die privaten Kosten möglichst den sozialen Kosten angeglichen werden.

Der Klimawandel ist die Mutter aller Externalitätenprobleme. Unsere CO2-Emissionen hier und heute haben einen Effekt auf das globale Klima in der fernen Zukunft – und die Veränderungen im globalen Klima haben wiederum eine Reihe von komplexen, schwer vorhersehbaren und höchst unterschiedlichen Effekten auf Ökosysteme und unsere Gesellschaft.

Österreich hat sich mit den anderen Staaten dieser Welt im Pariser Abkommen dazu verpflichtet CO2-Emissionen zu reduzieren in der Hoffnung damit die globale Erwärmung auf 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. So weit, so gut, obwohl man an der Effektivität und auch an der Sinnhaftigkeit des Abkommens zweifeln darf. Aber lassen wir diese Debatte beiseite und schauen wir uns lieber die neue „Klimastrategie” der österreichischen Bundesregierung an.

Was steht da drin? Im wesentlichen will die Regierung dass es in Zukunft keine Ölheizungen mehr gibt, dass möglichst viele Gebäude thermisch saniert werden, dass mehr mit Bahn und Rad und weniger mit Autos gefahren wird und wenn, dann mit Elektroautos.

An der Strategie wurde in den letzten Tagen viel kritisiert. Zu wenig konkret sei sie, die Finanzierung der vorgeschlagenen Maßnahmen sei unklar, die Zuständigkeiten seien nicht geregelt, usw.

In meinen Augen ist diese Kritik völlig verfehlt. Das wahre Problem ist: Die „Klimastrategie” ist viel zu konkret!

Es ist komplett unnötig, dass sich unsere Regierung Gedanken macht wie viele Ölheizungen es in Zukunft geben darf oder wie viele Solarpanels installiert werden müssen oder wie viele Elektroautos herumfahren sollen. Alles, was sie tun muss, ist eine Steuer für CO2-Emissionen einführen und dann dem Markt die Aufgabe überlassen herauszufinden, welche Heizungssysteme, welche Verkehrsmittel und welche Stromerzeugungsmethoden sinnvoll sind.

Natürlich gibt es wie bei jeder neuen Steuer administrative Herausforderungen: Wer genau soll die Steuer abführen? Wie genau wird die Steuer ermittelt? Wie geht man mit Importen und Exporten um? Aber ich bin mir sicher die braven Beamten des Finanzministeriums sind kreativ genug diese Probleme zu lösen, zumal sie auf die Hilfe von Umweltökonomen und Finanzwissenschaftlern zählen können. Schlaue Leute haben sich über all das schon Gedanken gemacht und Konzepte entwickelt. (Z.B. hier)

Es könnte so einfach sein.