Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – Soll die EU für die Kredite ihrer Mitgliedsstaaten bürgen?

Jetzt heißen sie nicht mehr Coronabonds, sondern Recoverybonds. Die Idee ist aber eigentlich die gleiche. Die EU nimmt Kredite auf, um jetzt den von der Krise stärker betroffenen EU-Ländern Hilfsgelder zukommen zu lassen. Diese Kredite muss die EU irgendwann zurückzahlen. Also entweder stockt die EU in Zukunft ihr Budget auf, indem die Mitgliedsländer alle einen größeren Teil ihrer Steuereinnahmen an die EU abgeben, oder es wird irgendein Schlüssel ausgemacht, wie und wer diese Kredite später zurückzahlen wird. Gedanken dazu habe ich in einem vorigen Blogeintrag angestellt. Eventuell kann die EU diese Hilfsmittel auch ohne Kredite finanzieren, indem die EU-Länder sofort Geld an die EU überweisen. Die einzelnen Länder müssten dazu dann wohl Kredite aufnehmen, indem sie eigene Staatsanleihen ausgeben.

Egal, wie das im Detail gemacht wird, sieht es nun immer mehr so aus, dass die EU vorhat, eigentlich Transferzahlungen innerhalb der EU zu vermitteln. Das würde bedeuten, dass also, zum Beispiel bei Krisen wie der jetzigen, Hilfsmittel von weniger betroffenen zu stärker betroffenen EU-Ländern fließen sollen. Die sogenannte „no bail-out“ clause, die genau diese Transferzahlungen eigentlich verhindern soll, scheint zu wackeln. Ich möchte hier (nach Gesprächen, die ich mit Jörn Kleinert geführt habe) der Frage nachgehen, was dabei Probleme machen könnte.

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Estimating the proportion of Corona cases with a random sample

This short note makes one simple point. If you are interested in estimating the proportion of Corona infected people in some country or region, there is a simple and better (more precise) estimate than the one you obtain by computing the sample proportion. You can also read this in German here (and here).

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronovirus – ein genauerer Schätzer der Dunkelziffer

Es geht hier nochmal um die Dunkelziffer der Coronaviruskranken in Österreich und darum, wie man diese aus der von SORA durchgeführten Stichprobe schätzen kann. Wie schon in meinem vorigen Blogeintrag zu dem Thema erkläre ich hier wieder, wie man die zusätzliche Information, die man über die Coronaerkrankten hat, zu einem genaueren Schätzer nutzen kann. Der Vorteil in diesem Blogeintrag ist der, dass ich genauere Schätzungen bekomme, ohne neue Daten zu erheben. Ich nutze hier etwas mehr von der Information, die SORA in ihrem Bericht geliefert haben.

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – Corona-Bonds

Viele EU Länder werden wohl aufgrund des Virus, des dadurch bedingten Rückgangs wirtschaftlicher Aktivität und die dadurch bedingten erhöhten Sozialversicherungsmaßnahmen neue Kredite aufnehmen müssen. Die Standardmethode wäre, das über Staatsanleihen zu machen. Es wird nun von EU-weiten sogenannten Corona-Bonds (also EU-Anleihen) gesprochen. Wie sollen die genau aussehen? Was bringen sie? Dieser Eintrag entspringt Gesprächen, die ich mit meinen Kollegen Jörn Kleinert und Richard Sturn hatte.

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – Die Dunkelziffer

Um die Dunkelziffer aller am Coronavirus erkrankten Österreicherinnen und Österreicher abzuschätzen, wurde eine Zufallsstichprobe von 2000 Menschen in Österreich durchgeführt, wovon in etwa 1500 mitgemacht haben. Diese hat einen Prozentsatz von 0,33%, sprich 5 coronaviruskranken Personen gefunden. Aufgrund dieses Ergebnisses kann man ein 95%iges Konfidenzband, von etwa 10.200 bis 76.400 für die tatsächlich an Coronavirus Erkrankten in Österreich bestimmen. Ich berufe mich hier auf die Zahlen laut Kurier.

Für diese Konfidenzintervallsberechnung werden ausschließlich die Daten aus dieser Stichprobe verwendet. Mein Vater, Helmut Kuzmics, hat mich gefragt, ob das nicht etwas seltsam ist und ob man das, gegeben das ganze andere Wissen, das man hat, nicht vielleicht stärker einschränken könnte? Oder könnte man nicht vielleicht die Stichprobe anders wählen, um zum Beispiel dem gerecht zu werden, dass in Ischgl viel mehr Fälle bekannt sind als in einer ähnlich großen Gemeinde im Burgenland? Mit einer allgemeinen Stichprobe dieser Art ist es ja leicht möglich, dass keine Person in Ischgl überhaupt in ihr enthalten ist.

Mein Vater hat recht. Man kann das besser machen, wenn man weiß, wie man das Wissen, das man schon hat, nutzen kann. Wie das funktionieren soll, erkläre ich hier anhand eines Gedankenexperiments.  Ich habe für diesen Blogeintrag auch von Diskussionen mit Michael Greinecker profitiert.

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – Kann Österreich sich das leisten?

Sagen wir einmal, es bleibt dabei, dass Österreich in etwa 40 Milliarden für Coronabetroffene ausgeben wird. Das ist ungefähr die Hälfte des österreichischen Budgets eines Jahres und schon eine größere ungeplante Ausgabe. Kann Österreich sich das leisten?

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – Sozialversicherung

Die österreichische Regierung hat versprochen, in der Coronakrise 40 Mrd Euro (und auch noch mehr wenn es nötig ist) für Unterstützungszahlungen bereitzulegen und hat auch schon begonnen, diese in verschiedenen Formen auszugeben. Das entspricht in etwa 50% des staatlichen Budgets eines Jahres. Das wird der Staat voraussichtlich in erster Instanz mit Staatsanleihen finanzieren, aber dazu ein anderes Mal mehr. Diese Zahlungen sind daher relativ große Transferleistungen weg von den steuerzahlenden Menschen in Österreich, die davon nichts bekommen, hin zu denjenigen, die sie bekommen. Ich möchte hier der Frage nachgehen, wieso das eigentlich offensichtlich sehr viele Menschen in Österreich akzeptieren und was neben dem Argument, das für eine solche Art von „Sozialversicherung“ spricht, andere wirtschaftliche Gründe für diese Zahlungen sein könnten.

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – unbeabsichtigte Anreizsetzungen

Jede sozial- und wirtschaftspolitische Maßnahme hat das Ziel gewisse Dinge zu verändern. Oft kommt es dabei allerdings auch zu unbeabsichtigten und unvorhergesehenen Änderungen. ÖkonomInnen sprechen davon, dass diese Maßnahmen neue Anreize setzen und diese Anreize eventuell das Verhalten von Menschen in einer Art verändern, die nicht erwartet, eventuell auch nicht erwünscht ist. Hier beschäftige ich mich kurz mit drei Coronavirus-bedingten Maßnahmen und den zum Teil problematischen Anreizen, die dadurch gesetzt werden. Dieser Eintrag entsprang Gesprächen, die ich mit meinen Kollegen Christian Klamler und Michael Greinecker hatte.

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – Was kann man von Rohstoffpreisänderungen lernen?

Das Coronavirus hat einige Preise von Rohstoffen und Agrarprodukten recht stark verändert. Ich will hier der Frage nachgehen, wie man sich diese Preisänderungen erklären kann, ob es an Nachfrage- und / oder Angebotsänderungen liegt und was man von Futurespreisen dieser Produkte über die erwartete Dauer der Krise sagen kann.

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Die ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus – Einleitung

Dies ist der erste einer Reihe von Blogeinträgen, in denen ich mithilfe meiner Kolleginnen und Kollegen am Economics Department an der Uni Graz Überlegungen zu den ökonomischen Konsequenzen des Coronavirus und der gesetzten Maßnahmen, vor allem für Österreich, anstellen möchte. Ich frage mich heute aber erst einmal kurz, wie die Situation (Anzahl der Coronainfizierten und –toten) in Österreich heute (Sonntag 5. April) wohl ausgesehen hätte, wenn keinerlei Maßnahmen getroffen worden wären. Ich werde auch erklären, wie ich zu meinen Ergebnissen komme.

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