Sind Österreichs CO2-Steuern zu hoch?

In einem interessanten Artikel über CO2-Steuern macht Andreas Sator vom Standard eine wichtige Entdeckung: 

Für die Höhe [der optimalen CO2-Steuer, Anm.] gibt es verschiedene Berechnungen, die von mindestens 35 Euro (Stiglitz-Bericht) über 60 Euro (IWF), mindestens 50 bis 100 Euro (Gernot Wagner) bis 180 Euro pro Tonne CO2 reichen (Umweltbundesamt). Schauen wir uns das an einem Beispiel an: einem Liter Benzin. Ein CO2-Preis von 100 Euro würde ihn um etwa 25 Cent teurer machen. Das ist nicht nichts, Schwankungen in dieser Höhe haben aber schon in der Vergangenheit nicht dazu geführt, dass Menschen ihre Autos massenweise in den Garagen gelassen hätten. Dazu kommt: Auf einen Liter Benzin sind jetzt schon 48,2 Cent Mineralölsteuer fällig – im Prinzip eine CO2-Steuer von fast 200 Euro.

Genau richtig! Österreich hat schon längst eine CO2-Steuer. Sie heißt Mineralölsteuer und beträgt 9,8 Cent pro Liter Heizöl, 39,7 Cent pro Liter Diesel und 48,2 Cent pro Liter Benzin. Wenn man diese Steuersätze durch den jeweiligen CO2-Ausstoß pro Liter dividiert und mit 1000 multipliziert erhält man die implizierte CO-Steuer in Euro pro Tonne. In nachstehender Tabelle habe ich das mal durchgerechnet: Im Durchschnitt wird jede Tonne CO2 durch die Mineralölsteuer mit 115 Euro besteuert.


Steuersatz (Euro pro Liter)CO2-Ausstoß (Kilogramm pro Liter)implizite CO2-Steuer (Euro pro Tonne)optimaler Steuersatz (Euro pro Liter)
Benzin0,4822,69179,180,16
Diesel0,3972,91136,430,17
Heizöl0,0983,1730,910,19
Durchschnitt0,3262,92115,510,18

In der letzten Spalte berechne ich den optimalen Steuersatz, wenn man die vom IWF empfohlenen 60 Euro pro Tonne als Basis für die sozialen Kosten von CO2 (Social Cost of Carbon) hernimmt. Diese Zahl stellt die geschätzten zusätzlichen Kosten des Klimawandels dar, die jede zusätzlich emittierte Tonne CO2 verursacht. Im Schnitt sollte man also Mineralöl mit 18 Cent pro Liter besteuern. Die derzeitigen CO2-Steuern sind mit 32,6 Cent pro Liter im Schnitt also fast ums Doppelte zu hoch!

Auch abgesehen von der durchschnittlichen Höhe, machen die Steuersätze aus klimapolitischer Sicht wenig Sinn: Benzin stößt weniger CO2 aus als Diesel und Heizöl, wird aber wesentlich höher besteuert. Das klimaschädlichste Heizöl trägt die geringste Steuerlast. Das ist nicht verwunderlich, weil die Mineralölsteuer ja nicht als CO2-Steuer konzipiert wurde.

Jetzt kann man natürlich trefflich darüber streiten, ob 60 Euro pro Tonne wirklich die gesamten sozialen Grenzkosten des CO2 abbildet. Ich bin hier kein Experte, möchte aber darauf hinweisen, dass Bill Nordhaus eine weit geringere Zahl angibt, und zwar 31 US-Dollar, und der hat schließlich den Nobelpreis dafür bekommen.

Bin gespannt, wie sich diese Entdeckung auf die Debatte um die “Ökologisierung” des Steuersystems auswirken wird. Meine Vorhersage: gar nicht.

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Wie groß ist der Spielraum für eine Steuersenkung in Österreich?


Irgendwann in der laufenden Legislaturperiode wird es eine größere Steuerreform geben. Das war eines der zentralen Wahlversprechen der jetzigen Regierungsparteien. Die genaue Ausgestaltung steht noch zur Debatte, aber der Gesamtumfang wurde schon verkündet: 6,5 Milliarden Euro sollen es sein.

Nun fragt man sich, ob denn eine Steuersenkung in diesem Umfang möglich ist, nachdem die Staatsschulden immer noch über der Maastricht-Grenze von 60% des BIP liegen und das Budget nur knapp im positiven Bereich ist. Um mit den legendären Worten unseres Bundespräsidenten zu sprechen: Wie geht des z’sam?

Spielraum für eine Steuersenkung gibt es dann, wenn die derzeitigen Staatseinnahmen höher sind als zur langfristigen Stabilisierung der Staatsschulden notwendig. Derzeit liegt die Schuldenquote bei 73,8% und die Staatseinnahmen insgesamt bei 48,6%. Die Staatsausgaben liegen bei 48,5%, wovon 1,7% Ausgaben für die Zinsen auf die ausstehenden Staatsschulden sind. Zieht man letztere von den Gesamtausgaben ab, kommt man auf die sogenannten primären Staatsausgaben, die bei 46,8% liegen. Daraus ergibt sich ein Primär-Budgetüberschuss von 1,8%. (Dieser Überschuss ist wesentlich höher als die 0,1%, die man in Zeitungen liest, weil in unserer Zahl eben die Zinszahlungen nicht berücksichtigt werden.)

Die Veränderung der Schuldenquote (B) entsteht aus zwei Komponenten: zum einen aus dem laufenden Primärdefizit (d.h. der Differenz zwischen Primärausgaben G und den Einnahmen T, jeweils in Relation zum BIP gemessen) und der Zinsbelastung aus den bestehenden Schulden. Diese zweite Komponente hängt wiederum von der Differenz zwischen dem Zinssatz auf Staatsanleihen (r) und der Wachstumsrate des BIP (g) ab. In Symbolen:

dB = (r-g)B + G – T.

Derzeit ist der Zinssatz auf langfristige Staatsanleihen bei historisch niedrigen 0,7% während das Wachstum bei 2,4% liegt, d.h. r-g = 1.7%. Unter diesen Bedingungen würde die Schuldenquote quasi „von alleine“ fallen, solange das Primärdefizit nicht mehr 1,3% vom BIP beträgt. Daraus ergibt sich ein Spielraum für Steuersenkungen.

Aber wie groß ist jetzt dieser Spielraum? Das langfristig notwendige Niveau der Staatseinnahmen T* ergibt sich daraus wie folgt:

T* = (r-g)B* + G*,

wobei das Sternchen den langfristigen Wert der jeweiligen Variablen anzeigt. Der Spielraum für eine Steuersenkung ist die Differenz zwischen den derzeitigen Einnahmen T und dem langfristig notwendigen Wert T*.

Um T* zu berechnen müssen wir also drei Dinge wissen:

  1. das langfristig angestrebte Ziel für den Anteil der primären Staatsausgaben am BIP,
  2. das langfristig angestrebte Ziel für die Schuldenquote,
  3. die langfristige Differenz zwischen dem Zinssatz und dem BIP-Wachstum.

In meinem in nachstehender Tabelle gezeigten Szenario gehe ich von folgenden Annahmen aus:

  1. Die primären Staatsausgaben sollen am derzeitigen Niveau von rund 47% des BIP beibehalten werden.
  2. Die Schuldenquete soll im Einklang mit den Maastricht-Kriterien auf 60% stabilisiert werden.
  3. Die Zins-Wachstums-Differenz liegt am historischen Durchschnittswert von rund 0,2%.
DerzeitSzenario 1Szenario 2
Staatsschulden in % des BIP (B)73,860,060,0
Zins-Wachstums-Differenz in % (r-g)
-1,70,2-0,7
Staatsausgaben in % des BIP (G)46,847,047,0
Staatseinnahmen in % des BIP (T)48,647,146,6
implizierter Spielraum in % des BIP1,52,0

In diesem Szenario beträgt der Spielraum 1,5% des BIP (Differenz zwischen den derzeitigen 48,6% und den langfristig notwendigen 47,1%). Das wären also rund 5,7 Milliarden Euro. In einem alternativen Szenario rechne ich mit einer Zins-Wachstums-Differenz von -0,7%, die ungefähr in der Mitte zwischen dem historischen Durchschnitt und den derzeitigem Wert liegt. In diesem Fall steigt der Spielraum auf 2% bzw. 7,8 Milliarden Euro an. Die vom Finanzminister kolportierten 6,5 Milliarden liegen also dazwischen. Natürlich kann man sich auch Szenarien ausdenken, in denen es keinen Spielraum gibt: z.b. wenn die Zinsen wesentlich stärker steigen und das Wachstum einbricht. Dafür sehe ich jedoch derzeit keine Anzeichen.

Fazit: Eine Steuersenkung im Bereich von 6,5 Milliarden ist durchaus vereinbar mit einer langfristig stabilen Schuldenquote – und zwar ohne, dass dazu Einsparungen bei den Ausgaben notwendig wären. Allerdings: Die Krux bei der ganzen Sache ist die Zins-Wachstums-Differenz. Momentan ist diese stark negativ, was einen historischen Ausnahmefall darstellt. Die große Frage in den kommenden Jahren wird sein, ob und in wie weit sich die Zinsen auf ihren historischen Durchschnitt zurück bewegen werden.

Confirmed: Raising tariffs is shooting yourself in the foot

As everybody knows from Econ 101, protective tariffs are harmful for the country that imposes them. A protective tariff is a tax on imports that is so high as to make all imports fall to zero.

But there is an argument why a low tariff may be better than no tariff at all. The reason is that a large country (large compared to its trading partners) faces an upward-sloping supply curve for its imports such that a fall in import demand lowers the world-market price of imported goods. Hence, part of the cost of the increased tariff would fall on the rest of the world due to lower export prices (a fall in the terms of trade) while the country that imposed the tariff might win overall.

Whatever the theoretical merits and demerits of this argument, recent experience with tariff increases in the US (aka Trump’s Trade War) provides powerful evidence against it.

In a newly released paper, Amiti, Redding and Weinstein show that the tariffs imposed last year by the Trump administration had two main effects:

1) US prices of imported goods rose one-for-one with increases in tariff rates.

2) Import demand decreased substantially with an estimated price elasticity of 6 (i.e. 6 percent lower imports for every 1 percent of higher tariffs).

As a consequence of these two results the paper estimates the welfare costs of the Trade War to be about 6.9 billion dollars. While that is not a huge number compared to the total size of the US economy, keep in mind that we’re only talking about a marginal change of the average tariffs from 1.5 to about 3.25 percent. And remember that the welfare costs rise with the square of the applied tariff rate. So should tariffs go up more in the future, the welfare costs will be much bigger.

I regard this as decisive evidence that the optimum tariff is indeed zero. Note that finding No. 1 implies that American consumers are paying the full cost of the tariff increase, with no terms-of-trade effect on the rest of the world. If even the largest economy in the world cannot improve their terms of trade by increasing tariffs, then smaller economies have no hope of doing so either. Raising tariffs is indeed shooting yourself in the foot.

Moreover, this paper is also a triumph for simple textbook economics. The results of Trump’s tariffs are exactly what one would expect from the kind of supply-and-demand model taught in Econ 101. As Tyler Cowen points out, the complete pass-through of tariffs to consumer prices also implies that monopoly power is not a big issue in these markets. It’s good to know that the much-maligned perfect competition partial equilibrium models still gets some important things right.

Auch eine Konsumsteuer verringert den Arbeitsanreiz

In einem sonst sehr guten Artikel über verschiedene Möglichkeiten Haushalte mit geringem Einkommen steuerlich zu entlasten fällt der Satz:

Ein Argument [gegen eine Senkung der Umsatzsteuer, Anm.] dürfte sein, dass eine Entlastung des Faktors Arbeit einen finanziellen Reiz für Menschen schafft, einen Job anzunehmen, sagt Wifo-Ökonomin Margit Schratzenstaller. Einen solchen Effekt auf das Arbeitskräfteangebot hätte man bei einer Entlastung via Umsatzsteuer nicht.

Bitte was?

Eine Senkung der Konsumsteuern (wie die Umsatzsteuer eine ist) erhöht den Arbeitsanreiz im Prinzip genauso wie eine Senkung der Lohnsteuer. Die Leute arbeiten ja nicht um sich die verdienten Euroscheine an die Wand zu nageln, sondern um sie auszugeben! Je höher der Konsum besteuert wird, umso mehr muss man arbeiten um sich ein gegebenes Güterbündel leisten zu können.

Wenn ich 10 Euro pro Stunde verdiene und davon 10% an Lohnsteuer zahle, kann ich mir Güter im Wert von 9 Euro leisten. Angenommen die Lohnsteuer wird durch eine 11%-ige Umsatzsteuer ersetzt. Um mir dieselben Güter leisten zu können muss ich denselben Arbeitsaufwand leisten wie zuvor.

Für den Haushalt ist es egal an welcher Stelle der Finanzminister den 1 Euro an Steuern abzweigt: kurz bevor der Lohn auf meinem Konto gutgeschrieben wird oder kurz nachdem ich den Lohn für Konsumgüter ausgebe.

Freilich hat die Konsumsteuer gegenüber der Einkommenssteuer den Vorteil, dass der Sparanreiz nicht verzerrt wird. Vom Standpunkt der Effizienz aus betrachtet wäre daher eine Umsatzsteuersenkung wohl nicht der beste Weg die Haushalte zu entlasten.

 

Wie sehr profitiert Österreich vom Außenhandel?

Paul Krugman zeigt uns wie man Handelsgewinne mit einer einfachen Formel berechnen kann und wendet sie auf den “Brexit” an. Seiner Berechnung zufolge würde ein harter Brexit ca. 2% vom britischen BIP kosten. 

Die Formel kommt aus einem mittlerweile zum Standard gewordenen Modell bilateraler Handelsströme von Johnathan Eaton und Samuel Kortum. Dieses Modell ist im Prinzip eine  Verallgemeinerung des „Ricardianischen Modells“, das wir alle im ersten Jahr VWL-Studium gelernt haben (wir erinnern uns: England tauscht Tuch gegen Wein aus Portugal,…), nur eben mit unendlich vielen Gütern und beliebig vielen Ländern. Die Formel setzt das Pro-Kopf-Realeinkommen einer Volkswirtschaft w in Beziehung zum Inlandsanteil seiner Gesamtausgaben („home share“) h:

w = a*h^(-b),

wobei die Konstante a die allgemeine Arbeitsproduktivität der Landes misst (je größer a, desto größer der „absolute Vorteil“ eines Landes) und der Parameter b die Streuung der Arbeitsproduktivität über die Länder hinweg bestimmt (je größer b desto stärker ausgeprägt sind die „komparativen Vorteile“ jedes Landes). Hier klicken, wer eine Herleitung sehen will. Eaton und Kortum und Krugman verwenden b=0,25 in ihren Berechnungen. Die Konstante a spielt für unsere Zwecke keine wesentlich Rolle.

Wie berechnet man den Inlandsanteil? Dazu müssen wir uns an die VGR-Identitäten erinnern. Das Bruttonationaleinkommen Y ist bekanntlich gleich den Gesamtausgaben eines Landes (Summe aus privatem und staatlichen Konsum und Investitionen) abzüglich der Netto-Exporte (Exporte X minus Importe M). Die Ausgaben auf inländische Güter erhält man indem man von den Gesamtausgaben die Importe abzieht oder wenn man vom Bruttonationaleinkommen die Brutto-Exporte abzieht. Das heißt wir können den Inlandsanteil wie folgt berechnen:

h = (Y-X)/(Y-X+M).

In einer geschlossenen Volkswirtschaft ist der Inlandsanteil gleich eins. Daraus folgt, dass das Pro-Kopf-Realeinkommen einer autarken Volkswirtschaft nur durch die allgemeinen Arbeitsproduktivität a bestimmt ist. Je offener die Volkswirtschaft, desto geringer der Inlandsanteil, desto größer sind die Handelsgewinne.

Nachstehende Grafik zeigt die Resultate meiner Berechnungen für die Österreich von 1995 bis 2017 (Daten von Eurostat). Warum 1995? Weil das das Jahr war, in dem Österreich zur EU beigetreten ist. Wie man sieht entfielen bei EU-Beitritt noch fast 2/3 der österreichischen Gesamtausgaben auf heimische Güter. Heute liegt der Anteil bei unter 50%.

Bildschirmfoto 2018-12-06 um 17.51.28

Laut unserer Formel stiegen dementsprechend die Handelsgewinne seit dem EU-Beitritt von ca. 11% auf über 20% des Pro-Kopf-Realeinkommens. Sprich: würde Österreich wieder zur Handelspolitik von vor 1995 zurückkehren, wären wir um rund 9% ärmer. Würde Österreich alle Handelsbeziehungen kappen und von nun an in perfekter Isolation leben, müssten wir auf 1/5 unseres Einkommens verzichten. Oder in absoluten Zahlen ausgedrückt: Jeder Österreicher ist im Schnitt um 8.400 Euro pro Jahr reicher durch den Außenhandel. Eine Rückkehr zu Vor-EU-Handelsverhältnissen würde jeden Österreicher ca. 3.800 Euro pro Jahr kosten.

Wie immer bei diesen Rechenspielchen sind die konkreten Zahlen mit viel Vorsicht zu genießen. Sie hängen stark von vereinfachenden Annahmen ab und bieten daher nur einen ersten groben Anhaltspunkt. Wie dem auch sei, ich mag solche Pi-mal-Daumen-Rechnungen einfach!

Auch österreichische Pärchen und Studierende reagieren auf Anreize

Statistik Austria hat anlässlich des 100. Jubiläums der Republik Österreich eine Zusammenstellung von interessanten Statistiken veröffentlicht. Unter den Highlights:

Ehe

Man beachte die Ausreißer rund um Änderungen in der steuerlichen Behandlung von Ehepaaren in der Zeitreihe. Fazit: Österreichische Pärchen reagieren auf monetäre Anreize. Keine Überraschung für Ökonomen, aber immer wieder schön zu sehen.

Dasselbe gilt auch für Studierende:

Bildschirmfoto 2018-11-28 um 23.34.49

Man beachte den Knick nach unten bei Wiedereinführung der Studiengebühren 2001 und den Knick nach oben bei der (De-Facto-)Abschaffung derselben ein paar Jahre später.

Die ganze Präsentation ist äußerst lesenswert!

 

 

 

Economic Illiteracy: a public health issue

As a teacher of economics, I am always looking for good examples of economic illiteracy – a newspaper article or maybe a speech by a politician evincing a deep ignorance of simple economic principles. Unfortunately for me, such pieces are few and far between. Imagine, therefore, my delight when I read the following headline:

“When supplies of drugs run low, drug prices mysteriously rise, data shows”

At first, I was convinced that the author was just kidding, that this was a good piece of satire. But no. This is serious.

Here are some highlights:

When nearly 100 drugs became scarce between 2015 and 2016, their prices mysteriously increased more than twice as fast as their expected rate, an analysis recently published in the Annals of Internal Medicine reveals. The price hikes were highest if the pharmaceutical companies behind the drugs had little competition, the study also shows.

The authors—a group of researchers at the University of Pittsburgh and one at Harvard Medical School—can’t say for sure why the prices increased just based off the market data. But they can take a shot at possible explanations. The price hikes “may reflect manufacturers’ opportunistic behavior during shortages, when the imbalance between supply and demand increases willingness to pay,” they conclude.

Now, this would all be really funny, if it wasn’t the product of a group of highly respected researchers in medicine from top universities published in a peer-reviewed medical journal. But it becomes a public health issue when people end up making policy conclusions on economic illiteracy:

To combat potentially exploitative hikes, the authors offer a recommendation:

If manufacturers are observed using shortages to increase prices, public payers could set payment caps for drugs under shortage and limit price increases to those predicted in the absence of a shortage.

Yes, you guessed it: price controls are the obvious solution to a shortage-induced price increase. Face, meet palm!