Good and bad monopolies: the case of Google

In what sense does Google “hold back” its products?

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Good and bad monopolies: the case of Coca-Cola (or Red Bull)

In this series of short posts I give you my personal opinion (as it is at the moment) and my reasons for this opinion about how good or bad I believe different monopolies to be. I am planning six mini-case studies of monopolies. When I talk about a monopoly in this post I simply mean a firm that has some power over its price: it can choose a lower price and sell a bit more (but not super much more) or a higher price and sell a bit less (but not super much less). A firm with such a power will typically – see a previous post – choose a higher price and sell less than would be Pareto-efficient. And this way such a firm will typically make “abnormally” high profits. While all this is probably true in all six cases, I am, for various reasons, in fact not equally worried about every one of these. I want to discuss the following six “monopoly” cases: Coca-Cola (or Red Bull), Google, Facebook, Scientific Publishers such as Elsevier (possibly also publishers of €100 textbooks such as Pearson), the OPEC cartel of a set of oil producers, and pharmaceutical companies (such as Novartis). This one is about Coca-Cola, and applies equally to Red Bull.

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Wie sehr profitiert Österreich vom Außenhandel?

Paul Krugman zeigt uns wie man Handelsgewinne mit einer einfachen Formel berechnen kann und wendet sie auf den “Brexit” an. Seiner Berechnung zufolge würde ein harter Brexit ca. 2% vom britischen BIP kosten. 

Die Formel kommt aus einem mittlerweile zum Standard gewordenen Modell bilateraler Handelsströme von Johnathan Eaton und Samuel Kortum. Dieses Modell ist im Prinzip eine  Verallgemeinerung des „Ricardianischen Modells“, das wir alle im ersten Jahr VWL-Studium gelernt haben (wir erinnern uns: England tauscht Tuch gegen Wein aus Portugal,…), nur eben mit unendlich vielen Gütern und beliebig vielen Ländern. Die Formel setzt das Pro-Kopf-Realeinkommen einer Volkswirtschaft w in Beziehung zum Inlandsanteil seiner Gesamtausgaben („home share“) h:

w = a*h^(-b),

wobei die Konstante a die allgemeine Arbeitsproduktivität der Landes misst (je größer a, desto größer der „absolute Vorteil“ eines Landes) und der Parameter b die Streuung der Arbeitsproduktivität über die Länder hinweg bestimmt (je größer b desto stärker ausgeprägt sind die „komparativen Vorteile“ jedes Landes). Hier klicken, wer eine Herleitung sehen will. Eaton und Kortum und Krugman verwenden b=0,25 in ihren Berechnungen. Die Konstante a spielt für unsere Zwecke keine wesentlich Rolle.

Wie berechnet man den Inlandsanteil? Dazu müssen wir uns an die VGR-Identitäten erinnern. Das Bruttonationaleinkommen Y ist bekanntlich gleich den Gesamtausgaben eines Landes (Summe aus privatem und staatlichen Konsum und Investitionen) abzüglich der Netto-Exporte (Exporte X minus Importe M). Die Ausgaben auf inländische Güter erhält man indem man von den Gesamtausgaben die Importe abzieht oder wenn man vom Bruttonationaleinkommen die Brutto-Exporte abzieht. Das heißt wir können den Inlandsanteil wie folgt berechnen:

h = (Y-X)/(Y-X+M).

In einer geschlossenen Volkswirtschaft ist der Inlandsanteil gleich eins. Daraus folgt, dass das Pro-Kopf-Realeinkommen einer autarken Volkswirtschaft nur durch die allgemeinen Arbeitsproduktivität a bestimmt ist. Je offener die Volkswirtschaft, desto geringer der Inlandsanteil, desto größer sind die Handelsgewinne.

Nachstehende Grafik zeigt die Resultate meiner Berechnungen für die Österreich von 1995 bis 2017 (Daten von Eurostat). Warum 1995? Weil das das Jahr war, in dem Österreich zur EU beigetreten ist. Wie man sieht entfielen bei EU-Beitritt noch fast 2/3 der österreichischen Gesamtausgaben auf heimische Güter. Heute liegt der Anteil bei unter 50%.

Bildschirmfoto 2018-12-06 um 17.51.28

Laut unserer Formel stiegen dementsprechend die Handelsgewinne seit dem EU-Beitritt von ca. 11% auf über 20% des Pro-Kopf-Realeinkommens. Sprich: würde Österreich wieder zur Handelspolitik von vor 1995 zurückkehren, wären wir um rund 9% ärmer. Würde Österreich alle Handelsbeziehungen kappen und von nun an in perfekter Isolation leben, müssten wir auf 1/5 unseres Einkommens verzichten. Oder in absoluten Zahlen ausgedrückt: Jeder Österreicher ist im Schnitt um 8.400 Euro pro Jahr reicher durch den Außenhandel. Eine Rückkehr zu Vor-EU-Handelsverhältnissen würde jeden Österreicher ca. 3.800 Euro pro Jahr kosten.

Wie immer bei diesen Rechenspielchen sind die konkreten Zahlen mit viel Vorsicht zu genießen. Sie hängen stark von vereinfachenden Annahmen ab und bieten daher nur einen ersten groben Anhaltspunkt. Wie dem auch sei, ich mag solche Pi-mal-Daumen-Rechnungen einfach!

Economics on the beach IV: welfare optimal pricing – a model

This post builds on the previous two, economics on the beach II and economics on the beach III. I have started this, so I need to finish this now. In this post I will finally try to build a small model in which it is true that “charging a perhaps even substantial price for beach access would be welfare improving for all potential beach goers”.

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Economics on the beach II: the tragedy of the commons

There are things you want to do only with lots of other people. Go see a football game, for instance, or a pop concert. You would feel rather silly being the only one clapping and cheering. You might also prefer not to be the only couple in a restaurant. Aside from the growing feeling that you are probably in the wrong place, you miss the background chatter, the gentle clashing of dishes, the constant moving around of busy waiters. You would miss atmosphere.

But the beach, for me at least, could do with fewer people.

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Ist Rechtsvertretung ein Nullsummenspiel?

Timon wirft auf Facebook eine interessante Frage auf. Er zitiert aus einem Artikel von Adair Turner: “But many higher-paid jobs may play no role in driving productivity improvement. If more people become more highly skilled lawyers, legal cases may be fought more effectively and expensively on both sides, but with no net increase in human welfare.“ Stimmt es, dass Rechtsanwälte keinen Netto-Wohlfahrtsgewinn erzeugen? Schließlich ist ja in einem Rechtsstreit der Gewinn des einen der Verlust des anderen.

Angenommen, Timon behauptet, Max habe ihn in seinen Rechten verletzt, und klagt ihn an. Die Rechtslage ist nicht ganz klar. Im besten Fall (aus Timons Sicht) muss Max 2000 Euro an Timon zahlen, im schlechtesten Fall muss er gar nichts zahlen.

In ihrem Größenwahn beschließen Timon und Max auf Anwälte zu verzichten und ihre Rechtsvertretung selbst in die Hand zu nehmen. Nachdem sie vom Recht keine Ahnung haben, ist der Ausgang des Gerichtsverfahrens rein zufällig, sagen wir genau 50-50. Der erwartete Gewinn aus dem Gerichtsverfahren für Timon beträgt somit 1000 Euro mit einer Standardabweichung von 1414 Euro. Was Timon gewinnt, verliert Max.

Timon könnte eine Anwältin heranziehen, die aufgrund ihrer Expertise im relevanten Rechtsgebiet, den für Timon schlechtesten Fall verhindern kann. Max kann seinerseits verhindern, dass er die Höchststrafe von 2000 zahlen muss, indem er sich eine Anwältin nimmt. Wenn beide Kontrahenten sich von ihren Anwältinnen vertreten lassen, geht das Gerichtsverfahren mit je 50 Prozent Wahrscheinlichkeit so aus, dass Max 500 Euro oder 1500 Euro zahlen muss. Der erwartete Gewinn für Timon (Verlust für Max) beträgt also wieder 1000 Euro, aber die Standardabweichung ist auf die Hälfte (707 Euro) gesunken!

Wie viel wären Timon und Max bereit für ihre Anwältinnen auszugeben? Das hängt von ihrer Risikoaversion ab. Je höher ihre Risikoaversion, desto mehr werden sie für ihre Rechtsvertretung ausgeben.

Der springende Punkt dabei ist: Die Anwältinnen nutzen beiden Streitparteien, nicht weil sie den Gewinn oder Verlust, den sie aus dem Rechtsverfahren erwarten können, verändern, sondern weil sie das Risiko (also die Standardabweichung des Gewinns bzw. Verlusts) verringern. Die Bereitschaft für Rechtsvertretung Geld auszugeben hängt von der Risikoaversion der Streitparteien und vom Grad der intrinsischen Unsicherheit des Rechtssystems ab. Je höher die Risikoaversion bzw. je höher die Unsicherheit, desto teurer die Anwältinnen. Wenn beide Anwältinnen durch bessere juristische Ausbildung immer geschickter darin werden, das für ihre jeweiligen Klienten schlechteste Ergebnis zu verhindern, verringert das ebenfalls die Varianz im Ausgang von Rechtsprozessen und daher den gesellschaftlichen Nutzen von Anwältinnen.

Bei Situationen unter Unsicherheit ist es immer irreführend auf Ex-Post-Geldtransfers zu schauen. Aus dieser Sicht wäre jede Versicherung und jedes Wettgeschäft ein Nullsummenspiel. Wenn man auf den Ex-Ante-Nutzen der beteiligten Akteure schaut, ist weder das Versicherungswesen noch das Wettgeschäft noch das Anwaltswesen ein Nullsummenspiel sondern leistet einen Beitrag zur gesellschaftlichen Wohlfahrt.

Degrowth vs. Decarbon

In reply to my last post, Katharina linked to a think tank arguing for “degrowth” as a strategy of preventing further global warming. My mini model seems to support exactly that strategy: reduce consumption and production to reduce greenhouse gas emissions. But there is another way to deal with the problem, which is usually referred to as “decarbonization”. This strategy calls for reducing the use of greenhouse gas emitting modes of production, like switching from coal to nuclear power. In my experience both strategies tend to be supported by the same set of people. But think about them in terms of my model and you realize that they cut in opposite directions – the more we “decarbonize”, the less we need to “degrow”, and vice versa.

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